Pflegekinder in Bremen brauchen Freunde

Der Verein PIB-Freundeskreis e. V. hat sich zur Aufgabe gemacht, Pflegekinder in Bremer Familien mit Angeboten zur Entwicklung und Förderung dieser Pflegekinder zu unterstützen und über einen längeren Zeitraum zu begleiten.

Zur Zielgruppe der Pflegekinder gehören überwiegend Kinder, die als Folge von Mangel und / oder Überforderungssituationen der Eltern - sowie aufgrund von Misshandlungen und Vernachlässigung - nicht bei den leiblichen Eltern oder in der Herkunftsfamilie aufgewachsen sind.

Darüberhinaus werden auch Halb- oder Vollwaisen und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unterstützt, die einen neuen Lebensort benötigen und diesen in einer neuen Familie finden.

Children help! wird ab dem Jahr 2024 regelmäßig projektbezogene Unterstützungsmaßnahmen z. B. Ausflüge, zusätzliche Ausstattung für die Pflegefamilie, Kurse zur einfachen Selbstverteidigung, Begleitung für Bewältigung von traumatischen Erlebnissen etc. begleiten.




ESSENSHILFE IN CORONAZEITEN IN INDIEN

Die Stiftung hat sich eines Problems angenommen, welches sich in der Coronakrise und dem 2. LOCKDOWN in Indien ausgeweitet hat. Die ganzen Armen Menschen, die auf der Straße leben und die Blinden Menschen, haben in diesen Zeiten keine Möglichkeit an Nahrung zu kommen. Diese Armen Seelen sterben am Straßenrand, weil sie schlicht und einfach verhungern. Aus diesem Grund haben wir in Zusammenarbeit mit dem ISA-CHILDRENS-HOME/INDIA kleine Carepakete gepackt und diese in der Stadt Madurai und Allanganllur den Bedürftigen persönlich zukommen lassen. Unser Video gibt Ihnen einen Eindruck von der Arbeit.

ISA CHILDRENS HOME


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EIN LIEBEVOLLES ZUHAUSE FÜR 25 INDISCHE WAISENKINDER

Ohne Vater und Mutter aufwachsen zu müssen, ist für jedes Kind ein schweres Los. Ganz besonders gilt das jedoch für Kinder aus Ländern wie Indien, in denen extreme Armut und schwere körperliche Kinderarbeit weit verbreitete Phänomene sind. Deshalb hat es sich der gemeinnützige Verein ISA Children’s Home e. V. zur Aufgabe gemacht, Waisenkindern im südindischen Bundesland Tamil Nadu dieses Schicksal zu ersparen. Im Jahre 2003 von Dörte und Andreas Bölts in Indien und Deutschland gegründet, betreibt er seither mit Unterstützung einiger Sponsoren inmitten der Stadt Madurai ein Waisenhaus für elternlose Mädchen im Alter von 4 bis 19 Jahren. Derzeit haben dort 25 Kinder ein Zuhause gefunden, in denen sie liebevoll umsorgt werden und auch Schulunterricht erhalten. Denn in dem Gebäude, das die Vereinsgründer auf dem von ihnen erworbenen Grundstück errichten ließen, befinden sich auch entsprechend ausgestattete Unterrichtsräume.

Die Mitglieder des Vereins ISA Children’s Home führen alle anfallenden Aufgaben und Verwaltungsarbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich aus. Dazu gehören neben der Buchführung auch regelmäßige Besuche in Südindien und die Anfertigung von Werbematerialien sowie architektonischer Zeichnungen und Berechnungen. So kommen Spenden ohne einen einzigen Cent Abzug direkt den 25 Kindern in Madurai zugute und gewähren den Fortbestand des Waisenhauses.


ISA CHILDRENS HOME


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FÜR UNBESCHEWRTES KINDERLACHEN

Was ist ein Kinderlachen wert? Wenn es von einem Kind stammt, das die traumatische Erfahrung einer wochenlangen Flucht aus einem Kriegsgebiet machen musste, ist es unbezahlbar. Das ist die Intention, mit der wir den Bau eines Spielplatzes auf dem Gelände des Evangelischen Diakonissenmutterhauses unterstützt haben, in dem heute auch zehn aus Syrien geflohene Familien wohnen. Und so können dort, wo früher neben Diakonissen und Diakonischen Schwestern vor allem pflegebedürftige alte Menschen anzutreffen waren, heute syrische Flüchtlingskinder beim Schaukeln, Wippen und Spielen in er Sandkiste beobachtet werden. Und wer das tut, wird so manches Mal mit einem unbeschwerten Kinderlachen belohnt.

ZAHNBEHANDLUNG FÜR ARME INDER

Als Dörte und Andreas Bölts in einem Krankenhaus in Nepal zufällig einen nur wenig genutzten modernen Zahnarztstuhl entdeckten, hatten sie spontan eine Idee: Wäre es nicht wunderbar, wenn sich auf diesem Stuhl regelmäßig arme Menschen aus dem indischen Madurai kostenlos behandeln lassen könnten? Dort betreibt der von ihnen ins Leben gerufene Verein „ISA Children’s Home“ ein Waisenhaus für Kinder, die dann natürlich ebenfalls zahnärztlich versorgt werden könnten. Da das Stifterpaar den Stuhl tatsächlich für einen günstigen Preis erwerben konnte und zudem die Unterstützung des mit ihnen befreundeten Dortmunder Zahnarztes Dr. Uwe Kiszka hat, ist diese Idee heute Realität. Inzwischen haben Dörte und Andreas Bölts ein kleines Netzwerk mit weiteren hilfsbereiten deutschen Zahnärzten aufgebaut, sodass der Stuhl wenigstens zweimal jährlich für ein paar Wochen im Einsatz ist. Viele arme Inder erhalten auf diese Weise erstmals in ihrem Leben eine nach allen Regeln der Kunst ausgeführte Zahnbehandlung.

AUTO FÜR ISA Children’s Home



Der alte Wagen des Waisenhauses Isa-Childrens-Home war inzwischen 17 Jahre alt geworden und die Unzuverlässigkeit sowie die daraus resultierenden Reparaturen nahmen Monat für Monat zu.

Unser Verein hat den dringend benötigten Kauf dieses "neuen", gebrauchten Autos für das Waisenhaus ISA Children’s Home unterstützt. Vielen Dank an unsere Unterstützer und Spender!



Beispiel einer Projektbezogenen Unterstützungsmaßnahme



Ab ans Meer. Fahrt nach Cuxhaven 2026 für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren

Im Mai sollte es für jugendliche Pflegekinder wie auch schon vor zwei Jahren nach Cuxhaven gehen: Sandstrand und Meeresluft standen von vornherein auf dem Programm. Durch die Anmeldesituation und die Verteilung auf die verschiedenen Freizeiten entstand aber überraschend etwas, was es bei PiB noch nie gegeben hatte: eine Mädchen*-Freizeit.

Die begleitenden Fachberatungen kamen schnell überein, diese Freizeit ganz bewusst als einen geschützten Raum für Mädchen* zu nutzen und das Programm noch einmal anzupassen. Von Donnerstag bis Sonntag waren dann also 10 Mädchen* aus allen Bereichen der Vollzeitpflege und drei Fachberatungen unterwegs in Cuxhaven.

Donnerstag stand dann zunächst die Gruppenfindung und das Erkunden der Umgebung an, trotz des nicht-ganz-sommerlichen Wetters mit einer Runde Strandfußball.

Am Freitag konnten sich die Teilnehmenden im Rahmen einer Farb-Foto-Challenge die Stadt noch weiter erobern. Die Herausforderung, nach bestimmten Farben Ausschau zu halten, war auch ein Angebot für die Jugendlichen, sich achtsam und offen durch ihre Umwelt zu bewegen. Aus den aufgenommenen Bildern sind Collagen entstanden, die genau das wiedergeben.



Auch am Nachmittag wurde weitergebastelt, diesmal an Perlenarmbändern, in entspannter Atmosphäre mit K-Pop und viel Kreativität. Das offene Abendprogramm bestand aus Karaoke und Mario-Kart-Duellen an der Konsole, sodass sich die inhaltliche Arbeit tagsüber und die Möglichkeit zum Abschalten, Quatsch machen und Spaß haben die Waage hielten.

Samstagvormittag beschäftigte sich die Gruppe in einem Workshop mit dem Thema „Grenzen“. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen und der Wahrung dieser kann besonders für Mädchen* ein wichtiger Punkt sein. Der geschützte Rahmen der Freizeit ermöglichte insbesondere hier eine konkretere Ausrichtung des Angebots auf die Erfahrungen von Mädchen*, unter weniger Zuschreibungen und Bewertung von außen.



Nachmittags wurde die Abschiedsparty geplant und vorbereitet; und scheinbar nebenbei auch von den Jugendlichen eine kleine Performance eingeübt: die Erwachsenen wurden mit einer Choreografie zu „Cotton Eye Joe“ überrascht.

Insgesamt stellte sich die konzeptionelle Umstellung auf eine Mädchen*-Freizeit für die Gruppe als echter Gewinn heraus. In den inhaltlichen Angeboten konnten spezifisch Themen bearbeitet werden, die die Biografie vieler Mädchen* prägen. So entstand nicht nur über die geteilte Identität als Pflegekind schnell ein Gemeinschaftsgefühl, sondern auch durch den Austausch über geschlechtsspezifische Erfahrung. Die Teilnehmenden konnten gestärkt in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Körperwahrnehmung aus der Freizeit gehen.

Der sichere Rahmen bot die Möglichkeit, in Verbindung zu kommen, andere mit ähnlichen Erfahrungen kennenzulernen und auch Freundschaften zu bilden. Auf dem Rückweg wünschte sich eine der Jugendlichen sogar: „Ich hoffe wir stehen auf der Rückfahrt im Stau, damit wir länger Musik hören können im Auto.“ Dieser Wunsch wurde ihr tatsächlich erfüllt, und die Gruppe konnte noch ein wenig länger zusammenbleiben.

Nach der Freizeit waren sich alle einig: ein solcher geschützter Raum hat bisher oft gefehlt. Auch in Zukunft wollen wir versuchen, mehr solche Angebote zu schaffen und planen bereits die nächste Mädchen*-Freizeit.